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Stillstand ist Rückschritt - das gilt auch beim Trialfahren. Der Nachfolger vom "Blue Devil" war schon lange geplant - dann wieder mangels Zeit zurückgestellt. Zwischenzeitlich ist dann aber die Entscheidung gefallen: Es gibt einen Neuen: Den "Blue Star" Die ursprüngliche Idee mit dem Kabelkanal wurde nach den Erfahrungen mit dem "Red TGA" wieder verworfen - es gibt wieder einen Alu-Rahmen. Ansonsten teilweise schon bekannte Komponenten:
Die Beleuchtung inklusive Krawall-Leuchte ist schon fertig - Claus war mehr nach Löten Nach vielen Wochen, erzwungener Untätigkeit musste es nun endlich weiter gehen - der nächste Wettbewerb war ja nicht mehr weit. Die Vorderachse sollte - nach den Erfahrungen beim "Red TGA" jetzt wieder kugelgelagert werden. Ansonsten blieb der Aufbau der Vorderachse gleich. Der Probelauf fiel an diesem Abend aus, weil noch Nachbesserungsbedarf bei den Lenkhebeln bestand. Nach dem nächsten Abend lief er dann am 17.06.2005 das erste Mal. und war nach einer seitlichen Rolle gleich eingeferkelt. Beanstandungen nahezu keine - lediglich ein Mitnehmerstift an einem Vorderrad war abgeschert, aber das ist ja auch eine Sollbruchstelle. Vielleicht muss der Stift doch eine Nummern stärker sein. Trotz alledem ging's auf eigener Achse wieder nach Hause. Ohne Pritsche gibt's keine Starterlaubnis beim Wettbewerb, also weiter geht's. Zwischenlösung: Riffelblech und Überrollkäfig aus Messingrohren. Insgesamt ergibt sich jetzt ein Fahrzeuggewicht von 4,5kg. Weitere technische Daten:
Getestet werden muss noch einmal die Federung der Vorderachse - eventuell muss ich dort noch eine Lage von der Blattfeder entfernen. Außerdem braucht er vorne noch ein Rutschblech, um gegen alle Gemeinheiten gewappnet zu sein. Ergebnis des "abendlichen" Tests war, dass die Scherstifte, die als Radmitnehmer dienen mit 1,5mm für dieses Kraftpakt doch etwas zu schwach waren. Nachdem der "Blue Star" dann kurz hintereinander an beiden Hinterrädern seine Kraft hatte walten lassen, war das mehr als deutlich. Jetzt sitzen dort 2mm-Stifte und sollten zumindest halten. Ein bisschen an der Optik musste ich ja nun auch noch tun, damit Willy dann nicht "meckert". Und zur Sicherheit ist immer eine Kiste Bier dabei - und sei es auch nur der "Öffner". Und da wir dann gerade von dem Herrn aus Bargteheide gesprochen haben. Nachdem ich mir die ersten Bilder von den zu erwartenden Sektionen in Bargteheide angesehen habe, hielt ich es für sinnvoll, dem "Blue Star" noch ein wenig die Merkmale eines Schlickrutschers zu verpassen. Rutschblech vorne und Gleitklotz am Verteilergetriebe - jetzt wird's spannend!
In Hannover lief es dann auch recht gut - die Platzierung nicht ganz so gut wie in Bargteheide, aber für einen 12ten Platz in der Gesamtwertung hat es dann doch gereicht. Jetzt rief Sinsheim und diese Jahr (2006) wollte ich gerne wieder einmal teilnehmen. Nach einer Saison, die ich ohne jeden technischen Defekt überstanden hatte war eine Generalüberholung angesagt: In diesem Zuge wurde dann für Auge und Ohr auch "aufgerüstet". Der Blue Star erhielt eine komplette Lichtanlage von CTi und ein SMT Soundmodul von Servonaut. Die Arbeit war getan - nun mussten "nur" noch die Füße hochgelegt werden, um auch Sinsheim zu warten. Sinsheim als Messe war auch in diesem Jahr wieder interessant. Ich ahbe an den Reifen noch etwas rumexperimentiert und das Profil beschnitten. Das ergibt einen verbesserten Grip bei gleichbleibend guter Seitenführung. Das Gesamtergebnis des Wettbewerbs auf der Messe war für mich jedoch sehr enttäuschend! Nach der ersten Runde lag ich in der Wertung sehr gut, vielleicht zu gut in den Augen anderer. Beim zweiten Lauf bin ich mit recht eigenwilligen technischen Defekten ausgefallen. Und ich war nicht der einzige, der nach einer Analyse des Schadens nicht daran glauben konnte, dass diese Fehler ohne fremdes Dazutun auftreten konnten. Obendrein war ich nicht der einzige, dem in diesem Wettbewerb so etwas passierte. Den Spaß an Trialwettbewerben hat diese Erfahrung jedenfalls deutlich leiden lassen. Ob und wie oft ich im Jahre 2006 auf weiteren Wettbewerben vertreten sein werde, wird sich zeigen. Nachdem der Blue Star wieder voll instandgesetzt ist, läuft er wieder
prima. Aus aktuellem Anlass einmal eine Momentaufnahme (Mai 2006) Die Reifen hatte ich auf der Messe in Sinsheim beschnitten Der Blue Star war dann auch für den Meisterschaftslauf 2006 der Norddeutschen
Modell-Trucktrial-Meisterschaft gemeldet, allerdings wurde mir die
Starterlaubnis vom Veranstalter (Willfried Voß, Bargteheide) nicht erteilt.
Irgendwie passt das genau ins Schema - in Sinsheim wurde der Truck manipuliert
- jetzt nicht zum Start zugelassen. Ist er vielleicht zu gut und hätte einem
anderen Starter einen guten Platz streitig machen können? Kann man sich
eigentlich gar nicht vorstellen. Vielleicht aber doch? 2007 habe ich den Truck für Hannover zum Trial
angemeldet und fand mich weder in der Teilnehmerliste, noch in der Warteliste
(die zum Zeitpunkt der Anmeldung auch noch gar nicht existierte) Komisch oder? Im Sommer 2007 bin ich dann in Kamsdorf mit dem Truck förmlich die Hänge herunter gerollt. Irgendwie gleichen sich Abraumhalden und die Norddeutsche Tiefebene wohl nicht. Außerdem war ich auch noch in die falsche Klasse gerutscht, so dass die Tore nur knapp breiter waren als der Truck - so reichte das dann nur für einen letzten Platz - ne Menge Spaß gemacht hat es trotzdem. Aber genau das ist es wohl, was man ab und zu mal braucht, um sich endlich mal wieder an eine Optimierung zu machen. Für das Ostdeutsche Reglement war mein Truck einfach zu schmal im Verhältnis zu seinem hohen Schwerpunkt. Bei der Größen- und Gewichtsklasse musste er einfach etwas breiter sein. So habe ich mich daran gemacht, meine Felgen umzubauen.
Das nächste Handicap war die Federung der Vorderachse. Äußerlich nicht erkennbar hatten beide Federn aufgrund der Belastung der letzten Jahre auf gegeben. Eine Feder hatte ich bereits in Kamsdorf ausgetauscht und die andere flog dann zuhause raus. Wegen der breiteren Spur war ich jetzt auch nicht mehr gezwungen, die Federn innen am Rahmen anzubringen. Also wanderten die Federn jetzt auf die Außenseite des Rahmens. Diese Maßnahmen haben das Kippverhalten erheblich verbessert, wie sich auf dem JHT in Mechernich zeigte. Dort hat der Blue Star so manchen Meter bis spät abends absolviert und vielleicht auch zur Verbreitung des Trial-Virus beigetragen. Fotos habe ich leider gar keine - da war einfach keine Zeit.
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